Abstract
Operationen an Wortmengen als Mittel zur Bestimmung des Ähnlichkeitsgrades zwischen verwandten Sprachen (am Beispiel des Niedersorbischen und des Polnischen)
Die slawischen Sprachen zeichnen sich im Vergleich mit anderen indoeuropäischen Sprachen durch einen hohen Ähnlichkeitsgrad aus, der z. B. im gemeinsamen Wortschatz ersichtlich wird. Die Ähnlichkeit zwischen zwei Vertretern der Gruppe ist unterschiedlich und hängt von den Wechselbeziehungen ab, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Anhand von literarischen Texten als Quellenmaterial werden in dieser Arbeit lexikalische Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Niedersorbischen und Polnischen analysiert. Die Studie konzentriert sich auf identische oder ähnliche Wortnotierungen und nimmt spezifische Unterschiede der Vergleichssprachen auf, wobei einige wiederkehrende Unterschiede berücksichtigt werden. In der Analyse wird eine Methode des lexikalischen Vergleichs angewendet, die auf der Grundlage von Levenshtein-Distanzen eine Bewertung von Ähnlichkeitsgraden auf lexikalischer Ebene ermöglicht. Die Textgrundlage ist das Werk „Der kleine Prinz“, das aus dem Französischen in beide Vergleichssprachen übersetzt wurde. Dabei werden sowohl Fälle identischer Notierung als auch vorab definierte Notationsunterschiede in Betracht gezogen.
Working on Sets of Words as a Means of Determining the Scale of Similarity between Related Languages (Using the Example of Lower Sorbian and Polish)
Slavonic languages, compared with other Indo-European languages, exhibit a high level of similarity, characterized by, for example, common vocabularies. The similarity between two of their representatives varies and depends on the mutual relations that have occurred over the centuries. Using literary texts as source material, this paper analyzes lexical similarities and differences between Lower Sorbian and Polish. It focuses on identical and similar word spellings, and considers the specific features of both languages, while allowing for certain recurring differences. This research utilizes the method of lexical comparison based on the Levenshtein distances, which allow for an assessment of the degree of lexical similarity. The analysis was conducted using the text of “The Little Prince” as its basis, which has been translated from French into both the languages being compared. It considers both cases of identical spelling and allows for certain predetermined differences in spelling.

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Copyright (c) 2025 Bartłomiej Szawulak, Tadeusz Lewaszkiewicz, Piotr Formanowicz